Zwanzig Zeilen Liebe [Rezension]

Es gibt Briefe, die dir ein Lächeln ins Gesicht zaubern, und solche, die dich zum Weinen bringen. Und dann, ganz selten, gibt es noch die Nachrichten, die sich tief in dein Herz brennen. Die dir bewusst machen,worauf es wirklich ankommt:auf die Liebe. Auf das Glück. Auf den einen Moment im Leben, in dem die Sterne am Himmel ein wenig heller leuchten …

IMG_0048

In dem Roman „Zwanzig Zeilen Liebe“ gewährt uns Rowan Coleman 7 Tage einen Einblick in das Leben von Stella, Hope und Hugh. Das Buch beschäftigt sich mit nicht ganz so leichter Kost. Es geht um Hospize und jede der drei Protagonisten nimmt eine andere Rolle ein, Angestellter, Patient und Angehöriger. Natürlich hat jede Person seine eigene Lasten zu tragen und die passenden Liebesgeschichten dürfen nicht fehlen. Das Buch wird abwechselnd aus der Perspektive von Hugh, Hope und Stella bzw. Nebencharakteren erzählt. Zwischen den Kapiteln befinden sich Briefe. Abschiedsbriefe. Briefe von Leuten die Wissen, dass sie sterben werden und noch ein letztes Mal etwas ihren Liebsten mitteilen wollen.

IMG_0052

Allgemein hat mir das Buch sehr gut gefallen. Auch ich wenn aufgrund des Titels einen Briefroman erwartet habe und dies nur teilweise erfüllt wurde, bin ich nicht enttäuscht. Der Anfang war ein bisschen verwirrend, da einfach mit dem Gedankengang einer der Protagonisten begonnen wurde. Allgemein fand ich die ersten Kapitel teilweise sehr langatmig und die Konstellation der Personen unklar. Doch nachdem man in sich in das Buch rein gefunden hat, war es wirklich sehr schön, emotional und man wurde zum Mitfühlen förmlich mitgerissen.

Mit dem Ende bin ich auch recht zufrieden, da ich denke, dass es für jeden einen gerechten Abschluss findet. Kein richtig trauriges Ende aber auch kein herkömmliches Happy End. Niemand wird auf wundersame Weise geheilt keine Sorge. Das Setting war sehr gut beschrieben und leicht vorstellbar und auch die Briefe zwischen den Kapiteln waren schön, wenn auch traurig. Sprachlich gesehen war das Buch sehr angenehm zu lesen. Es wies jetzt keine sprachlichen Ausschweifungen oder Genialitäten auf was aber wohl möglich nötig ist, um so einem wichtigen Thema genügend Raum zu geben. Generell finde ich, dass diesen Themen die sich rund um den Tod drehen, mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollten. Wie wichtig die Arbeit in Hospizen und deren Anerkennung, ist kann ich nur immer wieder betonen.

Ich würde mir auf jeden Fall auch weitere Bücher der Autorin bestellen z.B.  „Einfach unvergesslich“ welches Alzheimer thematisiert.

Zum Schluss kann ich sagen, dass ich das Buch gerne gelesen habe und es weiterempfehlen kann an jeden, der diese Thematik interessant findet. Wer Bücher wie ein ganzes halbes Jahr mochte, wird auch hier seinen Gefallen finden.

MANCHMAL KÖNNEN ZWANZIG ZEILEN DIE WELT BEDEUTEN.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s